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Das Rotkehlchen ist der Vogel
des Jahres 2021
 

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal den Titel.

Mit seiner orangefarbigen Brust und Kehle ist das Rotkehlchen unverwechselbar. Der Bauch ist hell, Schwanz, Hinterkopf und Rücken sind braun gefärbt. Die Geschlechter sind nicht zu unterscheiden, aber das Alter: Jungen Rotkehlchen fehlt die orange Färbung, ihre Brust ist braun geschuppt. Sein Gesang ist eine Abfolge hoher Töne, die in einer „perlenden“ Strophe enden.

Das Rotkehlchen fühlt sich in Wäldern, Parks und Gärten zu Hause. Auch offene Landschaften wie Felder bewohnen die Rotkehlchen, solange es Sträucher zum Brüten gibt. Wer im eigenen Garten das Beet umgräbt, der hat schnell ein Rotkehlchen an seiner Seite. Es sucht in der aufgeworfenen Erde nach Würmern, Schnecken, Spinnen und Insekten. Außerhalb von Gärten folgt es auch größeren Säugern wie Wildschweinen, um auch hier Nahrung aus der aufgeworfenen Erde zu picken.

Foto: NABU



Rat und Hilfe

Für Rat- und Hilfesuchende haben wir eine Seite mit Hinweisen und Kontaktadressen zusammengestellt.

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Aktuelles und Veranstaltungen


Wegen der Corona-Pandemie gibt es derzeit noch kein Programm für 2021.

Nach Vereinbarung:
Pflegemaßnahmen an vereinseigenen Grundstücken, regelmäßig nach Bedarf und Wetterlage.

Vorstandssitzungen:
Jeden 3. Mittwoch im Monat bei Heinz Gebele in Alschbach


Mitglied im NABU werden

Werden Sie Mitglied in einer starken Gemeinschaft - treten Sie ein für Mensch und Natur!

Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.

Direkt zum Aufnahmeantrag in den NABU.


Morgens ein Konzert erleben

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher am Morgen ein wahres Vogestimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen. Außerdem können Sie sich den Gesang der einzelnen Vögel anhören.


Von der Amsel bis zum Zilpzalp



die häufigsten Gartenvögel auf einen Blick

Am besten achtet man auf mehrere Kennzeichen, um eine Vogelart sicher zu identifizieren: Größe und Gestalt, Färbung des Gefieders, das Verhalten und natürlich der Gesang bieten Anhaltspunkte. Oft ist es zuerst die Stimme, die auf einen Vogel aufmerksam macht, noch bevor wir ihn zu Gesicht bekommen.

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NABU-App "Vogelwelt"

Für die Vogelbestimmung war lange Zeit ein gutes Bestimmungsbuch unverzichtbar. Das ist es im Prinzip immer noch, doch das "Buch" muss heute nicht mehr aus Papier sein.

Über 1.000 freigestellte Fotos von 308 Arten in ihren typischen Federkleidern machen diese App einzigartig!

Die wichtigsten Funktionen sind das Bestimmen, Vergleichen und Melden. Vogelstimmen und Videos können zur kostenlosen Basisversion hinzugekauft werden. Das lohnt sich doppelt, denn der Erlös geht auch an den NABU.

Weitere Informationen beim NABU

(Foto: NABU)



Naturschutz in Deutschland

NABU Deutschland  


Der NABU Blieskastel ist eine gemeinnützige Einrichtung; daher sind Spenden steuerlich absetzbar. Erbschaften und Vermächtnisse an den NABU sind steuerbefreit.
Kontoverbindung



(Heckenbraunelle - Foto: Evelyn Moschel)


Nicht zu fassen: Tote Greifvögel bei Altheim sind vergiftet worden

Die bei Altheim Anfang März tot aufgefundenen Greifvögel, über die vor Wochen berichtet wurde, sind tatsächlich vergiftet worden. Nach einer Meldung, die der NABU Blieskastel vom Landesumweltamt erhalten hat, wurde in den Kadavern zweifelsfrei das seit vielen Jahren verbotene Mittel Carbofuran gefunden. Und so kommentierte unser saarländischer Minister für Umwelt und Verbraucherschutz Reinhold Jost diese Straftat: "Wie krank muss man im Gehirn sein, um so etwas zu tun “

Obige Vergiftung ist nicht die einzige in unserer Region. In einem Zeitraum von 2005 bis 2021 sind in in der Datenbank EDGAR für die Region Saarland und das angrenzende Rheinland-Pfalz 11 ähnliche Fälle (noch ohne den eingangs erwähnten) registriert. EDGAR ist eine amtliche  Erfassungs- und Dokumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität. Betroffen sind Rotmilane, Wanderfalken und Habichte. Überwiegend handelte es sich neben Vergiftungen um Horstzerstörung oder aufgestellte Fallen. Das Aufstellen von Fallen ist ebenfalls eine Straftat, weswegen auch Fallen, mit denen nachweislich kein Greifvogel gefangen worden ist, in die Statistik  mit aufgenommen werden. Zu unterstellen ist, dass es sich bei vorgenannten Kontrolldelikten vermutlich nur um die Spitze des Eisbergs handelt.
In allen Fällen, so auch dem aktuellen aus dem Altheimer Bereich, ist  erstattet worden. 

Abschließend noch ein Hinweis an die Bevölkerung: Wenn Sie den Verdacht haben, Giftköder gefunden zu haben, informieren Sie bitte sofort die Polizei, machen Sie sich Notizen, berühren und verändern Sie nichts am Tat- bzw. Fundort. Die Gifte sind hochtoxisch und wirken zum Teil über die Haut! Und nehmen Sie beim Spaziergang Ihren Hund an die Leine!

Weitere Informationen siehe Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 11. Juni 2021(pdf)


NABU-Storchennest an der Blies offensichtlich bezogen!

Wie erwartet, ist das baufällige Storchennest auf einem alten hohen Baumstumpf an der Blies nahe Mimbach, über das wir im letzten Herbst schon einmal berichtet haben, bei dem kürzlichen heftigen Unwetter abgestürzt. Kein Problem für das betroffene Storchenpaar, denn nur wenige Meter weiter hat der NABU Blieskastel im September letzten Jahres vorsorglich ein neues Nest errichtet.

Wie das Bild zeigt, wurde das NABU-Nest angenommen, und die Störche fühlen sich in dem neuen Zuhause in ca. 8 m Höhe auf dem ruhigen Wiesengrundstück unmittelbar an der Blies offensichtlich wohl. 

Jungstörche waren vom Nestabsturz nicht betroffen, da es in diesem Jahr anscheinend keine Brut gab. 

Foto und Text: Hans Becker, Pressewart NABU Blieskastel


Nistkästen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Am 06.04.2021 waren wir am Kirchheimer Hof und haben in einer als Naturdenkmal geschützten, 350-jährigen Eiche (siehe oberes Foto) drei Nistkästen aufgehängt. Eine Frau aus Wolfersheim hatte uns auf den starken Befall des Baumes durch Eichenprozessionsspinner aufmerksam gemacht.

Mittlerweile werden immer häufiger, und das auch erfolgreich, Meisenkästen in befallenen Bäumen aufgehängt - dies ist eine natürliche Bekämpfungsmethode ohne jegliche Nebenwirkungen und nennenswerte Kosten. Und die Vögel haben auch noch etwas davon!

Der Eichenprozessionsspinner ist ein unauffälliger Nachtfalter, dessen Raupen ausschließlich an Eichen leben. Der Schmetterling überwintert als Ei und schlüpft dann i.d.R. im April. Die Raupen schließen sich zu den typischen "Prozessionen" zusammen und wandern dabei abends gemeinsam zum Fressen in die Baumkrone. Die Raupen sind behaart. Ab dem 3. Larvenstadium besitzen sie Brennhaare mit einem Nesselgift, welches bei direkter Berührung bei Menschen und Tieren Allergien oder sogar Atemnot auslösen kann.

Auf dem unteren Foto sieht man alte "Nester" mit den Raupenhüllen aus dem letzten Jahr. Das Berühren dieser Nester kann auch jetzt noch Allergien auslösen. Bei starkem Befall leidet auch die Vitalität der befallenen Bäume, ein Kahlfraß über mehrere Jahre kann schlimmstenfalls zum Absterben führen. Hoffen wir, dass wir dem alten Baum mit dieser Aktion helfen können, noch viele weitere Jahre zu überstehen.

Text und Fotos: Evelyn Moschel


Stunde der Gartenvögel vom 13. bis 16. Mai 2021

Vögel beobachten und zählen

Berlin – In vielen Regionen Deutschlands ist der Vatertag ins Wasser gefallen. Doch  Naturfreundinnen und -freunde haben sich von Regen und Fröstel-Temperaturen am langen Wochenende kaum abschrecken lassen. Mindestens 112.000 Menschen  haben an der „Stunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 16. Mai teilgenommen. Aus über 77.000 Gärten und Parks wurden dem NABU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) über 2,5 Millionen Vögel gemeldet. Die Zahlen werden noch steigen, denn Beobachtungen kann man noch bis zum 24. Mai dem NABU melden.

„Das derzeitige sehr wechselhafte und kühle Wetter macht unseren Vögeln wenig aus“, so NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Einige Arten profitieren sogar. Etwa die Amsel, sie kommt bei feuchtem Wetter viel besser an ihre Leibspeise – Regenwürmer.“ Der schwarze Vogel belegt nach dem Haussperling wie bisher in jedem Jahr seit dem Beginn der Aktion 2005 Platz zwei der am häufigsten gemeldeten Gartenvögel. Dabei ist er auch der zuverlässigste Gartenbesucher und konnte in über 92 Prozent aller Zählungen entdeckt werden.

Mit Spannung erwartet wurden die Zählergebnisse der Blaumeise. Bei der kleinen Meise mit dem blauen Köpfchen hatte im Frühjahr 2020 ein bakterieller Erreger namens Suttonella ornithocola erstmals zu einem Massensterben in vielen Teilen Deutschlands geführt. Dort, wo es grassierte, hatten die Sichtungen bei der Vorjahreszählung deutlich abgenommen, wie eine Analyse nach Postleitzahlen zeigen konnte. Eine Welle verstorbener Blaumeisen war zwar auch in diesem Frühjahr wieder festzustellen, sie war jedoch deutlich kleiner. „Die Blaumeise hat sich vom Einbruch im vergangenen Jahr gut erholt“, so Miller. „Auch wenn sie ihren normalen Durchschnittswert wohl nicht ganz erreichen wird. Offenbar konnten erfolgreiche Bruten die Verluste weitgehend ausgleichen.“

Insgesamt konnten pro Garten mit 32,5 Individuen wieder deutlich mehr Vögel als im Vorjahr entdeckt werden. Während die Gesamtzahl der Vögel im Siedlungsraum im Gegensatz zu den Beständen in der Agrarlandschaft damit weiterhin weitgehend konstant bleibt, gibt es doch für viele Vogelarten besorgniserregende Entwicklungen: So verharren die Sorgenkinder Mauersegler, Mehlschwalbe, Grünfink und Zaunkönig auf Höhe der schlechten Ergebnisse aus den Vorjahren. Miller: „Eine Trendwende ist bei ihnen weiter nicht in Sicht. 

Interessant sind auch die Ergebnisse bei den beiden Rotschwanzarten. Der eigentlich viel häufigere Hausrotschwanz nimmt seit vielen Jahren kontinuierlich ab. Inzwischen wird im Vergleich zum Beginn der Aktion vor 16 Jahren nur noch die Hälfte an Vögeln seiner Art gemeldet. Der seltenere Gartenrotschwanz hält sich dagegen stabil. Miller: „Diese Entwicklung beim Hausrotschwanz ist besorgniserregend. Vermutlich leidet er als Gebäudebrüter am Verlust von möglichen Brutnischen und als Insektenfresser an fehlender Nahrung.“

Positiv entwickeln sich weiterhin die Gartenbestände von eigentlichen Waldvögeln wie Ringeltaube und Buntspecht. Ein besonderer Gewinner der aktuellen Zählung ist offensichtlich der Stieglitz. Die gemeldeten Zahlen dieses farbenfrohen Finkenvogels machten einen Sprung: In diesem Jahr konnte er in 16 Prozent aller Gärten mit 0,43 Vögeln pro Garten entdeckt werden. Beide Werte sind doppelt so hoch wie noch zu Beginn der Zählungen. Die Besonderheit dieser Art ist, dass er als einer von ganz wenigen Singvögeln seine Jungen nicht mit Insekten, sondern vegetarisch ernährt.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind unter www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Mit einem Endergebnis wird Ende Mai gerechnet.

Foto: Grünfink, NABU Frank Derer



Was tat sich im Februar und März beim NABU Blieskastel?

Nachdem sich die NABU-Ortsgruppe schon im Dezember und Januar um die Reinigung und Wartung der vom Verein im Stadtgebiet und auch in umliegenden Wäldern aufgehängten Nistkästen gekümmert hat (unter anderem auch im Blieskasteler Bürgergarten), konnte jetzt eine Vielzahl von neuen Nistgelegenheiten im Ortsbereich Böckweiler aufgehängt werden.

Mitfinanziert wurden die soliden Kästen, die von der Holzwerkstatt der Neue Haus Sonne gGmbH, Walsheim, hergestellt wurden und nicht gerade billig sind, durch eine großzügige Spende des Sparvereins Saarland e.V. Wir haben es auf jeden Fall für sinnvoll gehalten, den Auftrag zur Nistkästenherstellung lokal zu vergeben, und wollen das auch möglichst weiterhin so halten.

Weitere Aktivitäten:

Krötenschutzzaun
Wir wirken derzeit wieder beim Projekt Krötenzaun im Taubental mit an der äußersten Nordost-Stadtgrenze von Blieskastel. Die Kröten wollen hier aus dem Waldgebiet auf einer Strecke von etwa 300 m in den Marksweiher auf der anderen Staßenseite ziehen. Der Marksweiher, 1,7 ha groß, ist im Eigentum der Naturlandstiftung Saar und gehört zu den top-ten-Libellen-Gewässern im Saarland. Wir haben am Zaun 45 Eimer eingebracht, die wir an zwei Wochentagen morgens und abends auf Befüllung mit Kröten, Fröschen und Molchen kontrollieren. An den anderen Wochentagen kümmern sich die NABU-Ortsgruppen Altstadt, Homburg, BUND Homburg und ein Mitarbeiter der Naturlandstiftung um die Kontrolle. Näheres siehe auch unter https://www.nabu-altstadt.de
Leider müssen wir auch in diesem Jahr wieder einen regen Lkw-und Pkw-Verkehr auf dem geteerten Waldweg feststellen, so dass der Schutzzaun während der Krötenwanderungszeit bis in den April hinein unbedingt erforderlich ist.  
Der Krötenzaun ist auch auf der Ebene von NABU Deutschland in einer speziellen Statistik erfasst. Die Ergebnisse werden jeweils von Dieter Geib, NABU Altstadt, der sich dankenswerterweise um die organisatorischen Angelegenheiten des Projekts kümmert, gemeldet.  
Sehr erfreulich ist, dass der saarländische Umweltminister Jost sich aufgrund eines Artikels über das Projekt in der SZ spontan zu einer Spende von € 250,00 entschieden hat.

Schwalbennester und Schleiereulenkasten
Lieferung und Montage von Schwalbennestern an einem alten Bauernhaus in Breitfurt.
Nächste Woche bauen wir dann noch einen Schleiereulenkasten an einem Haus in Bliesdalheim ein, und nicht zuletzt beschäftigt uns das von der SPD-und Grünen-Fraktion im Blieskasteler Stadtrat initiierte große Windkraftprojekt. Siehe auch Informationen unter dem Register „Presse“.


Text und Fotos: Hans Becker


Zwei tote Greifvögel von Spaziergänger bei Altheim gefunden - möglicherweise wurden die Vögel vergiftet.


 

 

 

 

 

 

Links Mäusebussard, rechts Rotmilan

Pressemitteilung des NABU(pdf)

 


Pressemitteiung des NABU zu den aktuellen Windkraftplanungen der Stadt Blieskastel

"Der NABU fordert, den Bliesgau aufgrund seiner hohen Bedeutung für den Natur- und Artenschutz von weiteren Windenergieanlagen freizuhalten."

Vollständige Stellungnahme des NABU (pdf)

 


Steinkauz

Den Steinkauz findet man vor allem in westlichen Teilen Deutschlands in offenen Landschaften. Er brütet oftmals in unmittelbarer Nähe zum Menschen in Gebäudenischen, Ställen und Baumhöhlen. Den kleinen Kauz kann man relativ oft auch tagsüber beobachten, da er gerne auf offenen Sitzwarten verweilt. Schon in der griechischen Mythologie galt er als Vogel der Weisheit und war Sinnbild der Göttin Athene, was sich in seiner wissenschaftliche Bezeichnung Athene noctuawiderspiegelt.

Aussehen: Das Gefieder an der Oberseite hat einen braunen Grundton, der stark mit weißen Tupfern übersäht ist, die am Scheitel eher fein und an der Rückseite kräftig sind. Die Unterseite ist weiß mit braunen Längsstreifen. Markant sind zwei weiße „Augenbrauen“, die ihm einen strengen Blick verleihen.

Nahrung: Auf dem Speiseplan des Steinkauzes stehen Mäuse, Insekten, kleinere Vögel, Amphibien und Schlangen.

Gefährdung: Der Steinkauz gilt in Deutschland als gefährdet. Erfolge von Schutzmaßnahmen (vor allem künstliche Brutröhren) lassen jedoch Hoffnung für den Steinkauz aufkommen. In der aktuellen Roten Liste der Brutvögel des Saarlandes wird er in der Kategorie 3 aufgeführt und gehört daher zu den seltenen Brutvogelarten mit 11 – 100 Brutpaaren. Vor allem im Bliesgau (Böckweiler, Medelsheim, Pinningen und Wolfersheim) findet der kleine Kauz noch ideale Lebensräume.

Das Foto wurde bei Böckweiler aufgenommen und entstand während einer Beringungsaktion (Danke an Peter Mende).

Text und Foto: Markus Persch


Mysteriöses Sterben von Blaumeisen

Erreger des Meisensterbens identifiziert:
Bakterium verursacht Lungenentzündung bei Blaumeisen.

Seit Anfang März werden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die krank wirken und kurz darauf sterben. Jetzt ist der Erreger des Meisensterbens identifiziert: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht.

„Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Vermutlich sind auch Tannenmeise, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeise betroffen. Seltener erkranken die größeren Kohlmeisen.“

Bis zum 22. April wurden dem NABU innerhalb von nur zwölf Tagen 13.800 Fälle aus Deutschland gemeldet, die etwa 26.000 Vögel betreffen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat nun bei Meisen aus den Landkreisen Ammerland und Diepholz Suttonella ornithocola festgestellt. Fast gleichzeitig wurde aus dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bekannt, dass bei vier untersuchten Blaumeisen aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen derselbe Erreger gefunden wurde. In allen Landkreisen, in denen das Bakterium bestätigt werden konnte, zeigt auch die Karte der beim NABU gemeldeten Verdachtsfälle eine erhöhte Melderate.

Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt. Damals wurde es in Großbritannien beschrieben und kommt dort flächendeckend regelmäßig vor, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Erst 2017 wurde es erstmals außerhalb von Großbritannien nachgewiesen - in Finnland. Im April 2018 wurde Suttonella ornithocola erstmals in Deutschland bei mehreren Meisen bei kleineren Krankheitsausbrüchen im südlichen Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Miller: „Das massenhafte überregionale Auftreten in diesem Jahr ist für diesen Erreger neu. Außer Deutschland sind mindestens auch Luxemburg und Belgien betroffen.“

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, ist beim Umgang mit toten Vögeln immer mit Vorsicht vorzugehen.
  
Um Ausmaß, räumliche Verbreitung und Verlauf der Epidemie ermitteln zu können, ruft der NABU weiterhin dazu auf, Fälle von kranken oder offensichtlich an Krankheit verstorbenen Vögeln über sein Online-Formular unter www.NABU.de/meisensterben zu melden.

In betroffenen Gärten sollten Anziehungspunkte wie Futter- und Badestellen umgehend beseitigt werden, damit Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können. Damit betroffene Vogelbestände sich möglichst schnell wieder erholen können, ist es wichtig, gute Bedingungen für die anstehende Brutzeit zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet besonders viel Nahrung für die hungrigen Jungen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

Danke für Ihre Mithilfe!
(Foto: naturfotografen-forum)

Meldungen bitte ausschließlich an den NABU Bundesverband mit o.g. Online-Formular.


Stunde der Gartenvögel vom 8. bis 10. Mai 2020

Am Muttertagswochenende fand deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt. Der NABU hatte gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) dazu aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

Deutschlandweit haben 161.581 Vogelfreunde an der Aktion teilgenommen, im Saarland waren es 2.077 Beobachter.

Im Saarland ergab sich die folgende Rangfolge
(in Klammern ist die Zahl der Exemplare und die Veränderung zum Vorjahr angegeben):

01 Haussperling (6.618 Ex., + 7%)
02 Kohlmeise (4.208 Ex., -15%)
03 Amsel (3.892 Ex., -3%)
04 Elster (2.602 Ex., -8%)
05 Star (2.591 Ex., - 31%)
06 Blaumeise (2.578 Ex., -35%)
07 Rabenkrähe (2.065 Ex., + 8%)
08 Mauersegler (1.830 Ex., +13%)
09 Ringeltaube (1.575 Ex., + 14%)
10 Feldsperling (1.504 Ex., -10%)
11 Rotkehlchen (1.117 Ex., -17%)
12 Mehlschwalbe (1.026 Ex., -10%)

Weitere Infomation finden Sie hier!

Foto: NABU


Erkundungsfahrt an die lothringischen Seen

Programmgemäß  fand am 16. Februar 2020 unsere Erkundungsfahrt an die lothringischen Seen statt. Unser Ziel war es, die vielfältigen im Gebiet überwinternden Wasservögel zu studieren und zu bestaunen.

Zu Beginn der Exkursion am frühen Morgen  froren wir noch etwas bei Nieselregen und stürmischen Böen, doch gegen zehn Uhr kam die Sonne zum Vorschein und der Wind ließ nach, so dass es ein wunderschöner, sehr ergiebiger Ausflug wurde. Wir besuchten folgende Étangs: Bischwald – Vallerange – Besville – Lindre – Gelucourt – Videlange – Moulin – Rouge – Hoste

Insgesamt konnten wir zahlreiche Vogelarten beobachten, wobei die sechs Zwergsäger, zwei Mittelsäger, ein Seidenreiher, sieben Große Brachvögel, etwa 100 Kiebitze und die überall auf den umliegenden Feldern rastenden Kranichschwärme sicherlich die Highlights waren. Einige ziehende Rotmilane, die insgesamt neun verschiedenen gezählten Entenarten und ein Wildschwein rundeten die gelungene Exkursion ab.

Auf der Heimfahrt waren wir uns einig: Die Lothringer Weiher sind auch im Winter ein lohnenswertes Exkursionsziel.

Artenliste Lothringen 2020 (pdf)

Eulen – Abend-Wanderung

Am 11. Januar 2020 findet eine Eulen – Abend-Wanderung des NABU Blieskastel statt.
 
In dieser Jahreszeit findet die Balz von Uhu und Waldkauz statt, und wir hoffen, während der Wanderung dem Balzgesang lauschen zu können.

Martin Hirsch, Leiter der Wildtierauffangstation des Saarlandes, führt die Teilnehmer von Alschbach über den Gollenstein zurück zum Ausgangspunkt, wo die Teilnehmer bei heißem Apfelsaft, Schwedenfeuer und Fachgesprächen die Wanderung beschließen. 

Das Besondere an dieser Wanderung: ein lebender Uhu ist mit von der Partie. 
Selbst wenn wir keinen Uhu hören - wir werden auf jeden Fall einen sehen.
  
Die Wanderung findet bei jedem Wetter und auf eigenes Risiko statt. Denken Sie an angepasste und vor allem warme Kleidung, passendes Schuhwerk und eine Taschenlampe.
 
Treffpunkt am 11.01.2020 , 18 Uhr in Alschbach,  Talstr. 16
Dauer der Veranstaltung ca. 2 Std.

Die Teilnahme ist kostenlos!

Gez. Martin Hirsch


Stunde der Wintervögel -
vom 10. bis 12. Januar 2020

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV hatten wieder zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ aufgerufen.

In diesem Jahr könnte es zudem interessante Erkenntnisse für den Eichelhäher geben. Im Herbst 2019 haben wir einen massiven Einflug dieser Art nach Deutschand und Mitteleuropa beobachtet. Im September waren es über zehnmal so viele Vögel wie jeweils im gleichen Monat der vergangenen sieben Jahre. Im Oktober registrierten Vogelzugzählstationen sogar 16 mal so viele Eichelhäher. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt 1978. Als Grund vermuten die Ornithologen, dass es 2018 in Nordosteuropa eine sogenannte Eichelvollmast gab, also besonders viele Eicheln herangereift sind. So konnten deutlich mehr Eichelhäher den vergangenen Winter überleben und in diesem Jahr brüten. Viele dieser Vögel sind nun zu uns gezogen, weil in ihren Herkunftsgebieten nicht mehr genug Nahrung für alle Vögel vorhanden ist. Seit die Eichelhäher nicht mehr aktiv wandern, scheinen sie jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Die Stunde der Wintervögel könnte zeigen, wo diese Eichelhäher geblieben sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich in den Wäldern und Gärten des Landes verteilt haben.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum zehnten Mal statt. Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich über 138.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 95.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

Ergebnisse:

Bei der „Stunde der Wintervögel“ wurden zwar insgesamt weniger Vögel gesichtet, doch gab es nie so viele Haussperlinge wie in diesem Jahr. Ihr Bestand erholt sich nach Jahrzehnten eines deutlichen Rückgangs. Die Daten aus inzwischen einem Jahrzehnt Stunde der Wintervögel zeigen deutlich, dass die Zahl der Vögel in den Gärten umso geringer ist, je milder und schneeärmer der Winter ist. Denn erst wenn es kalt wird und Schnee liegt, suchen viele Waldvögel Zuflucht in den Gärten der etwas wärmeren Städte, in denen sie oft reich bestückte Futterstellen vorfinden. Dazu passt, dass der ewige Spitzenreiter Haussperling, der sein ganzes Leben in den Dörfern und Städten verbringt, nur in den beiden kältesten Wintern des Jahrzehnts, 2011 und 2013, durch die vor allem in Wäldern lebende Kohlmeise vom Spitzenplatz verdrängt wurde.

Größtes Sorgenkind ist weiterhin der Grünfink. Mit nur noch 1,17 Vögeln pro Garten setzt diese vor allem in Städten und Dörfern lebende Art ihre Serie von Minusrekorden fort. Seit 2011 nimmt diese Art von Jahr zu Jahr um 12 Prozent ab. Als Ursache vermutet der NABU unter anderem Trichomoniasis, eine Infektionen mit einem einzelligen Parasiten, mit dem sich diese Finken häufig an sommerlichen Vogelfutterstellen infizieren.

Deutschlandweit:
Bundesweit wurden von 135.421 Vogelfreunden in 91.503 Gärten insgesamt 3.442.324 Vögel gezählt. Dabei ergab sich folgende Rangliste (die %-Angabe ist die Veränderung zum Vorjahr):

1: Haussperling + 9%
2: Kohlmeise +10%
3: Blaumeise + 10%
4: Feldsperling - 5%
5: Amsel + 5%
6: Elster +12%
7: Buchfink - 23%
8: Grünfink - 18%
9: Rabenkrähe + 10%
10: Ringeltaube + 13%
11: Rotkehlchen + 1%
12: Eichelhäher + 102%

Saarland:
Im Saarland wurden von 1.654 Vogelfreunden in 1.177 Gärten insgesamt 49.560 Vögel gezählt. Dabei ergab sich folgende Rangliste (die %-Angabe ist die Veränderung zum Vorjahr):

1 Kohlmeise + 36%
2 Haussperling + 21%
3 Blaumeise +18%
4 Star - 7%
5 Amsel + 28%
6 Elster + 8%
7 Rabenkrähe - 8%
8 Feldsperling + 11%
9 Saatkrähe + 492% (?)
10 Buchfink - 31%
11 Eichelhäher + 85%
12 Rotkehlchen + 16%

Weitere Information finden Sie beim NABU. (Foto: LBV)


Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas

Der NABU Saarland sucht Seniorinnen und Senioren für Naturschutzprojekte in Kitas

Jung und Alt schaffen gemeinsam Naturoasen

Heimische Tier- und Pflanzenarten und deren Schutz spielen im Lebensalltag von Kita-Kindern oft eine untergeordnete Rolle. Gemeinsam mit engagierten Seniorinnen und Senioren will der NABU deshalb aktiv werden und in ausgesuchten Kindertagesstätten spannende Naturoasen schaffen. Hierzu werden naturbegeisterte Menschen in der nachberuflichen Phase gesucht, die sich zu sogenannten Kita-NaturbotschafterInnen ausbilden lassen möchten. Innerhalb von acht praxisnahen Workshops im 1. Jahr und drei Erfahrungsaustauschen zur Netzwerkbildung im 2. Jahr wird das nötige Wissen vermittelt. Sie werden darin geschult, Kinder in Kindertagesstätten mit konkreten Naturschutzaktionen für die biologische Vielfalt im Sinne einer umsetzungsorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung zu begeistern. „Gerade Ältere verfügen oft über ein Naturwissen und haben Erfahrungen etwa beim Gärtnern, die sie gerne an die Kleinsten weitergeben möchten“ so Uli Heintz, Vorsitzender des NABU Saarland. Aus diesem Grund setze der NABU auf das Erfahrungswissen der Seniorinnen und Senioren.

Dank der Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes kann die zu Beginn des neuen Jahres startende Ausbildung kostenlos angeboten werden. In einem persönlichen Gespräch erhalten interessierte Seniorinnen und Senioren nähere Informationen. „Wir freuen uns auch, wenn sich interessierte Kitas oder Eltern bei uns melden“, so Birgit Freiheit vom NABU Saarland. Gemeinsam können dann Seniorinnen und Senioren für ein Engagement gesucht werden.
Die Ausbildung findet im Waldinfozentrum des NABU Saarland an der Scheune Neuhaus im „Urwald vor den Toren der Stadt“ bei Saarbrücken statt.

Kontakt für Interessierte:

NABU Landesverband Saarland
Birgit Freiheit
Tel. 06881/93619-13
E-Mail: birgit.freiheit@NABU-saar.de
Infos: www.kita-naturbotschafter.de/


Fahrt in die "Mehlinger Heide"

Am 2. Juni 2019 haben wir mit 4 Personen eine Fahrt in die Mehlinger Heide unternommen. Ziel war vor allem, den "Ziegenmelker" zu Gesicht zu bekommen, wofür man allerdings die Dunkelheit abwarten muss.

Gegen 22:45 Uhr  haben wir dann tatsächlich einen Ziegenmelker in Bodennähe an uns "vorbeihuschen" sehen. Die Identifizierung konnte auch zweifelsfrei anhand seines im Flug ausgestoßenen Rufs erfolgen.

Ansonsten kann man einen Spaziergang in der Mehlinger Heide, die als das größte im süddeutschen Raum gelegene Heidegebiet bezeichnet wird, mit Blick auf die sehr schöne Naturlandschaft und die Vögel (siehe Artenliste) nur empfehlen.

Zu erreichen ist die Mehlinger Heide von uns aus sehr gut: A6 bis Ausfahrt Kaiserslautern Ost, dort auf die B63 wenige Kilometer bis kurz vor Mehlingen, Ortsteil Frönerhof, im Ort links bis kurz vor die Autobahn. Von dort zu Fuß ca 5 Minuten bis in das gesuchte Gebiet.

Ergebnis der Erkundungsfahrt: Artenliste (pdf)




Fotos:

Markus Persch

 


Fahrt in die "Wagbach-Niederung"

Am Sonntag, dem 12. Mai 2019, unternehmen wir  eine Erkundungsfahrt in das Naturschutzgebiet der "Wagbach-Niederung" bei Oberhausen-Rheinhausen in Nordbaden, ca. 10 km südlich von Hockenheim gelegen. Es handelt um die ehemaligen Klärteiche der bis 1995 betriebenen Zuckerfabrik. In dem Feuchtgebiet am Rande der Rheinaue gibt es eine Vielzahl von teilweise seltenen sehenswerten Vögeln. Näheres kann man im Internet unter dem Stichwort "Wagbach-Niederung" finden.
Die Fahrt erfolgt mit privaten Pkws und dauert knapp 1 1/2 Stunden. Start ist um 7:00 Uhr, Treffpunkt Parkplatz am alten Blieskasteler Bahnhof. Die Mitnahme von Verpflegung und von Ferngläsern ist sinnvoll. Wir haben mehrere Spektive dabei mit Vergrößerung bis etwa 60-fach. Rückkehr am späten Nachmittag.

Interessenten sind herzlich eingeladen. Vorab-Info für Teilnehmer ist empfehlenswert (Klaus Franzl, 06842/51584 oder Hans Becker 06842/536509), auch per Email an briefkasten@nabu-blieskastel.de

Ergebnis der Erkundungsfahrt: Artenliste (pdf)




Fotos:

Markus Persch

 


Vogelstimmenwanderung 2019

Am Sonntag, dem 5. Mai 2019, fand die jährliche Vogelstimmenwanderung in der wunderschönen Naturlandschaft oberhalb von Medelsheim statt. Trotz empfindlicher morgendlicher Kälte war das Ergebnis sehr gut. 

Näheres siehe hier (pdf).


Text und Foto: Markus Persch, Hans Becker


Baumschnitt in der Streuobstanlage

Das inzwischen frühlingshafte Wetter hat der NABU Blieskastel genutzt, in der über 2 Hektar großen Streuobstanlage oberhalb Wolfersheim einen Baumschnitt vorzunehmen. Tatkräftige und fachkundige Hilfe leistete Harry Lavall vom Landratsamt Homburg mit wertvollen Tipps zum Schnitt und auch mit Hinweisen zu Baumkrankheiten bzw. Insektenbefall, der stellenweise an den über 70 Obstbäumen erkennbar war. Die Aktion hat gezeigt, dass gerade bei jungen Streuobstbäumen jährliche Kontrolle und Schnitt erforderlich sind.

Nächste, kurzfristig anstehende Maßnahme ist das Anlegen von sogenannten Baumscheiben, um ein besseres Wachstum der etwa 10 Jahre alten Obstbäume zu ermöglichen. Sehr günstig für die Befruchtung der Blüten ist auch, dass unmittelbar unterhalb der Streuobstwiese ein einheimischer Imker eine große Anzahl von Bienenvölkern installiert hat.

Ein Tipp noch für Spaziergänger und Naturfreunde: Vom Wiesengelände aus bietet sich ein traumhafter Ausblick in östlicher Richtung über Wolfersheim hinweg auf den schönsten Teil des Bliesgaus.

Das Bild zeigt von links Klaus Franzl, 1. Vorsitzender NABU Blieskastel, Harry Lavall und Heinz Gebele, NABU Blieskastel, beim Baumschnitt.

(Text und Foto: Hans Becker)


Eulenwanderung

Am Freitag, dem 25. Januar 2019, führte die NABU-Ortsgruppe Blieskastel wieder ihre alljährliche Eulenwanderung durch. Treffpunkt war Alschbach, Talstr. 16, vor dem Geschäftsgebäude der Lafo Martin Hirsch GmbH um 18:00 Uhr. Die Führung erfolgte durch Martin Hirsch, Auffangstation für Greifvögel am gleichen Ort.

Zu Beginn unserer Wanderung vermutete Martin Hirsch von der Wildtier-Auffangstation in Alschbach, dass wir an diesem Abend wahrscheinlich keinen Uhu hören werden, womit er leider Recht behielt. Denn am Vortag hatte es ein regelrechtes „Balzkonzert“ gegeben, was den Abschluss der jährlichen Hauptbalzzeit zwischen Januar und März bedeutet haben könnte. Dabei rufen Männchen mit einer tieferen Stimme als Weibchen, allerdings sind die Weibchen größer und schwerer als Männchen. Die Flügelspannweite beträgt bei Weibchen ca. 170 cm, was bei einem lautlosen nächtlichen Überflug schon sehr gespenstisch wirken kann!.

Diese größte Eulenart der Erde brütet seit einigen Jahren wieder regelmäßig in unserer Region. Als Felsbrüter braucht sie Felswände, Steinbrüche, Ruinen, nutzt jedoch manchmal auch verlassene Horste von Mäusebussard oder Habicht. Seltener wird direkt am Boden gebrütet. Auf seinen nächtlichen Beuteflügen muss ein Uhu seine Beute hören. So wurde festgestellt, dass er regelmäßig Rabenkrähen von deren Schlafbaum „pflückt“, sobald diese sich bewegen.

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Neue Heimat für 2 Schleiereulen

Am 8. Oktober 2018 haben wir in Alschbach auf der ruhigen Rückseite einer Scheune bzw. Stallung einen Eulen-Kasten aufgehängt und mit 2 Schleiereulen aus der Vogel-Auffangstation unseres Vorstandsmitglieds Martin Hirsch besetzt. Wir hoffen, dass die Auswilderung der hübschen Schleiereulen, die Martin Hirsch von klein an groß gezogen hat, gelingt.



Fotos: Hans Becker


Neue Nistkästen am Spitzenberg

Nachdem der Beginn der Brutzeit unmittelbar bevorsteht, haben wir nochmal schnell 10 neue Nistkästen im Wald am Spitzenberg aufgehängt.

Weitere Aufhäng-Aktionen werden folgen, wobei allerdings derzeit noch andere Aktivitäten Vorrang haben bzw. parallel laufen (Baumschnitt in der Streuobstwiese in Wolfersheim, Mauersegler-Nistkästen an Wohnhäusern montieren).



Foto: Hans Becker


Arbeitseinsatz der NABU Ortsgruppe Blieskastel

Mitglieder unserer NABU - Ortsgruppe haben am 24.2.2017 in einem alten Obstbaum auf einer erst vor wenigen Jahren angelegten Streuobstwiese nordöstlich des Blieskasteler Ortsteils Altheim einen Nistkasten für einen Waldkauz befestigt. Außerdem wurden verschiedene Nistkästen für Singvögel aufgehängt.

In dem Gelände vorhanden sind bereits eine Reihe von Ansitzpfosten für Greifvögel.

Foto: Hans Becker


Verletzte Waldschnepfe geheilt in die Freiheit entlassen

Von unserem Vereinsmitglied und Beisitzer im Vorstand Martin Hirsch haben wir den nachstehenden Bericht bekommen. Martin Hirsch betreibt die Vogel-Auffang- und Pflegestation des Saarlandes in Blieskastel-Alschbach: 

Zwei 9- und 11-jährige Jungen haben am 30.11.2016 eine Waldschnepfe mit Kopfverletzung gefunden und zu Martin Hirsch zur Behandlung gebracht. Bereits nach 10 Tagen konnte der sehr schöne Vogel geheilt in die Freiheit entlassen werden. 

Fotos: Martin Hirsch


Mitglied im NABU werden

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Der NABU Deutschland ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in ganz Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur vor unserer Haustür genießen können, braucht sie Ihren Schutz.

Die NABU Ortsgruppe Blieskastel wurde 1985 gegründet und setzt Akzente in verschiedenen Bereichen des lokalen Natur- und Umweltschutzes. Neben der Betreuung spezieller Naturschutzgebiete, der Pflege von Biotopen, wie Streuobstwiesen, Heckenzügen und Trockenrasen, finden auch regelmäßig Pflanzaktionen statt. Auch zu regionalen ökologischen Brennpunkten bezieht der NABU Blieskastel Stellung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die "Biotopvernetzung". Deswegen ist es auch unser Ziel, Grundstücke zu erwerben.

Hier geht es zum Aufnahmeantrag in den NABU mit weiteren Informationen. Sie können uns natürlich unter folgenden Kontaktadressen auch direkt ansprechen.


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NABU OG Blieskastel e.V.
Letzte Änderung: 14.07.2021