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Vergiftung von Greifvögeln

Greifvögel bei Altheim vergiftet

Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 11. Juni 2021(pdf)


Krötenschutz im Taubental Kirkeler Wald

NABU Blieskastel, in den Blieskasteler Nachrichten vom 16.04.2021

Erfolgreiche Aktion Krötenzaun im Taubental 2021

Nachdem die kalte Polarluft den Beginn der Krötenwanderung im Taubental dieses Jahr etwas verzögert hatte, setzte die Wanderungsbewegung in den Wochen vor Ostern verstärkt ein.

Das Tagespitzenergebnis lag am 30. März bei rd. 1.200 (!) Erdkröten zzgl. einer stattlichen Zahl von Molchen und Fröschen. Tatkräftige Hilfe hatte der NABU Blieskastel, der an diesem Tag mit dem Einsammeln an der Reihe war, durch 7 Kinder aus Blieskastel und Bierbach, für die diese Aktion ein außerordentliches und sehr lehrreiches Erlebnis bedeutete. Im Übrigen beteiligte sich auch bei den NABU-Kollegen aus Altstadt und Homburg, mit denen die Blieskasteler den Krötenzaunprojekt jetzt schon im 4. Jahr betreiben, erstmals auch die Jugend mit großer Begeisterung am Einsammeln.
Nachdem etwa ab dem Karfreitag die Rückwanderungsbewegung der Kröten einsetzte, wurden am 6.4. der Zaun abgebaut. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen (Vorjahreszahl in Klammer):
Erdkröten: 5.684 Stück (6.313); Frösche: 167 Stück (203); Molche: 800 Stück (176).

      
Das Gebiet Taubental/Marksweiher ist ein besonders schützenswertes Naturschutzreservoir, nicht nur für Amphibien, sondern auch für eine Vielzahl von Singvögeln. So wurden z. B.  am 31.3. im Weiherumfeld 27 Vogelarten (!) gezählt, auf dem Weiher Zwergtaucher, Blässhühner, Nilgänse, Teichhühner und Stockenten und im nahen Wald ein balzrufender Grauspecht identifiziert. 
Der Krötenzaun im Taubental ist eine erfolgreiche Gemeinschaftseinrichtung der NABU-Ortsgruppen Altstadt, Blieskastel und Homburg, ergänzt durch ein Mitglied des BUND und einen Mitarbeiter der Naturwacht Saarland. Der Marksweiher steht im Eigentum der Naturlandstiftung Saarland und ist insbesondere ein bekanntes Libellenschutzgebiet. 
Zum Schluss noch ein Tipp für den Familien-Wochend-Spaziergang:  Parken Sie Ihr Auto, von der Landstraße zwischen Wörschweiler und Beeden kommend, auf dem Parkplatz unmittelbar hinter der Autobahn-Unterführung und machen Sie einen erholsamen und lehrreichen Spaziergang am Marksweiher vorbei bis in den Wald.  

Fotos: oben Hans Becker, unten Diana Welzbacher      


Windkraft im Bliesgau

Une énergie peut être renouvelable, une espèce disparue ne l’est pas… (A.Willame).
(Energie kann erneuerbar sein, eine verschwundene Vogelart ist es nicht.)

Dieser Satz stammt aus einem Internet-Artikel vom 25.2.2021 der Lorraine Association Nature (LOANA) und bezieht sich auf eine Windkraftanlage im grenznahen Woelfling-les-Sarreguemines, sozusagen in unserer Nachbarschaft, wo man seit Inbetriebnahme der Windkraftanlage bisher schon 5 tote Rotmilane gefunden hat.

Weitere Informationen unter: LOANA


ORNITHOLOGISCHER BEOBACHTERRING SAAR e.V.

Offener Brief an den Minister für Umwelt und Verbraucherschutz vom 25.02.2021

Beibehaltung der Abstandsregelungen für WEA-sensible Vogelarten

Sehr geehrter Herr Minister Jost,

der Ornithologische Beobachterring Saar e.V. ist eine landesweit tätige Arbeitsgemeinschaft auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Vogelkunde. Er vertritt im Saarland den Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), in dem die entsprechenden Fachgremien aller Bundesländer organisiert sind.

Die Ergebnisse unserer Untersuchungen dokumentieren die Bestandsentwicklung der einheimischen Vogelfauna und liefern damit eine wichtige Grundlage zur Ableitung von naturschutzfachlichen Aufgaben und Instrumenten, etwa zur Erstellung von Roten Listen oder der Erfüllung von Berichtspflichten im Rahmen internationaler Naturschutzübereinkommen. Allein mit dem Beobachtungsportal ornitho.de sind aus dem Saarland inzwischen weit über eine Millionen Datensätze zur einheimischen Vogelfauna erfasst.

Im bundesweiten Vergleich zeichnet sich das Saarland als eine Region mit einer besonderen Artenvielfalt aus. Trotz hoher Einwohnerdichte und industrieller Prägung konnten hier eine Reihe von Vogelarten ihre rückläufigen Brutbestände stabilisieren, vereinzelt sich sogar neue Arten etablieren. Im Zuge aktueller wirtschaftlich-gesellschaftlicher Veränderungen, wie etwa dem verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien, ist es bislang weitestgehend gelungen, nachteilige Entwicklungen durch die konsequente Berücksichtigung fachlicher Grundlagen zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund richtet der Ornithologische Beobachterring Saar den Appell an Sie, sich im Rahmen der Umweltministerkonferenz weiterhin für die Beibehaltung und konsequente Anwendung der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Abstandsregeln zur Errichtung von Windkraftanlagen einzusetzen. Dies gilt insbesondere für die nachweislich WEA-sensiblen Großvogelarten Rotmilan, Schwarzstorch und Wespenbussard.

Innerhalb des Saarlandes stellt der Bliesgau ein herausragendes Gebiet mit einer überdurchschnittlichen Vogelartenvielfalt dar. Eine Reihe von WEA-sensiblen Brutvogelarten wie Schwarz- und Weißstorch, Wespenbussard oder Uhu haben sich in diesem Naturraum etabliert. Für den Rotmilan ist hier sogar seit vielen Jahren ein überregional bedeutsames Dichtezentrum belegt. Bislang sind die Niststandorte des Rotmilans im Saarland nur unzureichend durch EU-Vogelschutzgebiete gesichert. Aufgrund der Größe und der bisher nur geringen Zerschneidungseffekte empfehlen wir nachdrücklich, das Gebiet - als einziges seiner Art im Saarland - in seiner Gesamtheit von WEA-Planungen freizuhalten und den Bliesgau stattdessen als "WEA-freies Referenzgebiet" für die wissenschaftliche Begleitforschung zu sichern.
Wir danken Ihnen für die Unterstützung und stehen für einen fachlichen Austausch gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Im Namen des Vorstandes

Günter Süßmilch
- 1. Vorsitzender -


Der NABU fordert den Bliesgau aufgrund seiner hohen Bedeutung für den Natur- und Artenschutz von weiteren Windenergieanlagen freizuhalten

Pressemitteilung des NABU vom 15.12.2020

Lebach/Blieskastel

Anlässlich der geplanten Neuaufstellung eines sachlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ für das gesamte Stadtgebiet von Blieskastel möchte der NABU Landesverband gemeinsam mit der zuständigen Ortsgruppe Blieskastel hierzu Stellung nehmen.

Grundsätzlich soll hier nochmals betont werden, dass der NABU Saarland sich ausdrücklich zu einem Ausbau der Erneuerbaren Energien bekennt. Dieser muss allerdings der Nachhaltigkeit genügen, wobei das Ziel nicht die Gleichverteilung von Windenergieanlagen (WEA) über das gesamte Saarland, sondern eine Konzentration auf geeignete Flächen ist, mit Ausschlusswirkung für die Bereiche, die eine besonders hohe ökologische Bedeutung besitzen. Neben den Ausschlussflächen in Schutzgebieten (v.a. Naturschutzgebiete, FFH- und Vogelschutz-Gebiete) und im Wald hat der NABU Saarland mit seinen Spezialisten weitere Bereiche aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für den Artenschutz als Tabuzonen für die Windenergienutzung erklärt. Hierzu gehört auch der Bliesgau.

Der NABU Landesverband lehnt die Windenergienutzung im Bliesgau aus Gründen des Arten- und Naturschutzes ab. So ist der Bliesgau in Gänze ein bedeutendes Vogelbrutgebiet für viele windkraftrelevante Arten (Important Bird Area = faktisches Vogelschutzgebiet). Die vorhandene Greifvogeldichte (u.a. Rotmilandichtezentrum) sowie die Dichte an FFH-, Vogelschutz- und Naturschutzgebieten spiegelt die hohe Biodiversität wider, welche durch die Kleinteiligkeit und den Strukturreichtum der Landschaft bedingt ist und letztendlich zur Auszeichnung des Naturraums als Biosphärenregion geführt hat. Auch die ursprüngliche Schönheit der noch weitgehend unverbauten, bäuerlich geprägten Landschaft der südlichen Biosphäre Bliesgau ist nach Auffassung des NABU mit der Windenergienutzung nicht vereinbar.

Wie die bisherig im Stadtgebiet Blieskastel durchgeführten Genehmigungsverfahren gezeigt haben, ist das Konfliktpotenzial mit dem Artenschutz, bedingt durch die oben geschilderte hohenaturschutzfachliche Bedeutung des Bliesgaus, so hoch, dass keine der im derzeit gültigen Teilflächennutzungsplan Windenergie der Stadt Blieskastel ausgewiesenen Konzentrationszonen beider naturschutzfachlichen Prüfung genehmigungsfähig waren (Ausnahme: Renkersberg bei Webenheim). Dies bestätigt die Position des NABU Landesverbands, der den Bliesgau als TABU-Zone für WEA erachtet. Umso kritischer nimmt der NABU die aktuellen Planungsabsichten der Stadt Blieskastel zur Kenntnis, bei der nun in einem neuen Verfahren der Windenergie „substantiell“ Raum gegeben werden soll. Dies mutet nach einer Planung „mit der Brechstange“ an, die vermutlich wenig Aussicht auf Erfolg hat: In einem Gebiet mit einem derartig hohen naturschutzfachlichen Konfliktpotential sollte von der Errichtung von Windenergieanlagen Abstand genommen werden.

Vielmehr sieht der NABU im Bliesgau den Schwerpunkt der alternativen Energiegewinnung im Ausbau der Sonnenenergienutzung an geeigneten Standorten (der Bliesgau hat eines der höchsten Sonneneinstrahlungspotenziale in Deutschland). Hier sollte der Fokus vor allem auf die Dachanlagen von Gebäuden gelegt werden. Hier besteht ein großes Potenzial, welches noch lange nicht ausgeschöpft ist und durch massive Förderung vorangetrieben werden muss. Aber auch bei PV-Freiflächenanlagen bleiben die konkreten Auswirkungen auf die biologische Vielfalt -eine ökologisch sensible Standortwahl vorausgesetzt - deutlich reduziert. Dies bezieht sich nicht nur auf die Betriebsphase, sondern auch u.a. auf Wartung und Rückbau der Anlagen. Sollte der Teilflächennutzungsplan Windenergie der Stadt Blieskastel tatsächlich neu aufgestellt werden, fordert der NABU, dass auch bereits auf Flächennutzungsplanebene die Naturschutzbelange ausreichend berücksichtigt werden. So müssen vorhandene Vogelzugrouten, Brutstandorte windkraftsensibler Arten sowie Fledermausdichtezentren und Kerngebiete der Wildkatze in die Restriktionsanalyse einfließen bzw. bei der Ausweisung von neuen Konzentrationszonenberücksichtigt werden. Schutzgebiete sowie Pflege- und Kernzone der Biosphäre sind inkl. ausreichender Pufferflächen von WEA freizuhalten, ebenso Waldflächen sowie Waldrandlagen. So werden im saarländischen Staatswald bereits seit 2017 keine weiteren Flächen für die Windenergienutzung mehr ausgewiesen, um den Belangen des Natur- und Bodenschutzes Rechnung zu tragen. Auch steht die hohe Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz (Bäume = CO2-Speicher) einer WEA-Nutzung entgegen.

Sollte die Planung substanzielle Defizite hinsichtlich der Gründlichkeit und der Umweltverträglichkeit aufweisen, werden wir als anerkannter Naturschutzverband alle Rechtsmittel ausschöpfen, die uns der Gesetzgeber als Umweltverband anhand gegeben hat, um den einzigartigen Charakter der Biosphäre zu verteidigen.

NABU-Ortsgruppe Blieskastel e. V.
Vorsitzende Evelyn Moschel Tel. 06844/991146,
E-Mail: briefkasten@nabu-blieskastel.de

NABU Landesverband Saarland e. V.
Stellvertretender Vorsitzender Karl Rudi Reiter Tel. 0171 4940442,
E-Mail: rkreiter@t-online.de


Artikel der Saarbrücker Zeitung über die Arbeit der NABU-Ortsgruppe Blieskastel

9. Oktober 2020


Nisthilfen für Störche

Storchennisthilfe

Richtigstellung und Ergänzendes zum kritischen Artikel der Stadtverwaltung Blieskastel in der Ausgabe der Blieskasteler Nachrichten in der Kalenderwoche 35

In den Blieskasteler Nachrichten der Kalenderwoche 35 wurde im Rahmen des Artikels „Gemeinsamer Einsatz für die gefiederten Freunde“ über die Initiative eines Blieskasteler Bürgers berichtet, der in gemeinsamer Initiative mit der Stadt die Aufstellung eines Storchennests bei Mimbach in die Wege leitete.

In dem Artikel war u.a. zu lesen, dass nach Kontaktaufnahme des Initiators mit dem Zuständigen des NABU Blieskastel rund neun Monate verstrichen seien, „ohne dass sich etwas bewegte“. Die Presseabteilung der Stadt übernahm und veröffentlichte diesen Vorwurf ungeprüft, ohne die Gegenseite zu hören.

Evelyn Moschel, 1. Vorsitzende der NABU-Ortsgruppe Blieskastel, hat der Stadtverwaltung Blieskastel inzwischen mitgeteilt, dass sich der Sachverhalt tatsächlich ganz anders darstellt und hat um Richtigstellung in den Blieskasteler Nachrichten gebeten. Dies wurde zugesichert.

Wie Frau Moschel ausführte, habe auch die NABU-Ortsgruppe nach dem „Storchenunglück 2019“ die Aufstellung einer Nisthilfe bei Mimbach geplant. Dieses eigene Vorhaben wurde dann aber zunächst nicht mehr weiter verfolgt, nachdem sich der vorerwähnte private Initiator mit dem gleichen Vorhaben an den NABU wandte und die Aufstellung einer Storchennisthilfe in Eigenregie organisieren wollte. Sowohl die Beschaffung eines geeigneten Stammes als auch einer Plattform habe der Initiator in Eigenregie übernehmen wollen, beim Transport habe er jedoch um Unterstützung gebeten. Diesen habe er dann schließlich selbst über die Stadt Blieskastel organisiert.

Die NABU Ortsgruppe habe daraufhin ihre eigene Planung zunächst zurückgestellt. Eine telefonische Nachfrage beim privaten Initiator im Februar (!) dieses Jahres ergab dann, dass entgegen seiner Aussage im Dezember die Planung nicht weiter gediehen war und die Plattform nur auf dem Zeichenbrett existierte. Zu diesem Zeitpunkt und mit dieser Information wurde daraufhin vom Vorstand der NABU-Ortsgruppe beschlossen, eine eigene Storchennisthilfe zu bauen, was jedoch leider allein schon aufgrund der feuchten Witterung (keine Befahrbarkeit der Auwiesen!) nicht mehr vor Beginn der Brutsaison 2020 des Weißstorchs (März) zu realisieren war.

Gemäß naturschutzfachlicher Praxis haben wir mit der Nestaufstellung bis nach dem Ende der Brutsaison gewartet. Die Bauarbeiten auf einer Wiesenparzelle, die dem NABU-Landesverband gehört, sind weit fortgeschritten und werden noch in der Kalenderwoche 38 zum Abschluss gebracht. Die Nestaufstellung erfolgte am 17. September.

Text: Vorstand des NABU Blieskastel, Foto: Hans Becker


Oktober 2020

Neues Storchennest an der Blies

Der Wettergott hat es gut gemeint mit dem Vorstand unserer NABU-Ortsgruppe, als dieser bei spätsommerlichen Temperaturen die geplante Storchennisthilfe unmittelbar an der Blies, südlich von Mimbach, in Sichtweite des baufälligen alten Storchennests errichtet hat.

Tatkräftige Hilfe bei der Anfahrt und dem Aufstellen des schweren Holzmasts leistete dankenswerterweise der Webenheimer Landwirt Udo Schwarz. Daneben geht der Dank des NABU-Vorstands auch an Herrn Dr. Mörsch, der den Nestkorb spendierte, und an einen Bürger aus Breitfurt, der den Mast zur Verfügung stellte. Das betreffende Wiesengrundstück gehört unserem Landesverband.

Mit der Nestaufstellung haben wir bewusst bis nach dem Ende der Brutsaison bzw. dem Abzug der Störche in ihr Winterquartier in Afrika gewartet. Der Nestkorb wurde mit dünnem Holz ausgekleidet, um den Störchen im nächsten Jahr nach Rückkehr die Nesteinrichtung zu erleichtern.

So schweißtreibend die Arbeiten auch waren, glauben wir, dass sich die Mühe gelohnt hat. Daneben haben wir auch in der erfolgreichen Abwehr atmosphärischen Störungsfeuers von außen aus verschiedenen Richtungen an Erfahrung gewonnen. Betroffene wissen, was damit gemeint ist.

Erfreulich ist auch, dass sich inzwischen der Ortsvorsteher von Breitfurt ebenfalls um ein Storchennest im Ort bemüht. Zur Mithilfe bei der Planung und Errichtung, um die er uns gebeten hat, sind wir natürlich gerne bereit.

Bilder von unserem Projekt befinden sich in der Fotogalerie. Auf dem Bild von der fertiggestellten Nisthilfe ist im Hintergrund links noch der alte abgestorbene Baumstamm mit dem baufälligen Nest am anderen Bliesufer zu erkennen. Und links vorne im Bild in der roten Tasche auf der Wiese befinden sich zwei geleerte Sektflaschen (Anmerkung: Das gehört einfach dazu).

Text und Foto: Hans Becker


August 2020

Storchennest bei Mimbach


Foto links:
Evelyn Moschel


Foto rechts:
Hans Becker





Am 5. August haben wir unmittelbar am rechten Bliesufer gegenüber Mimbach ein Nest besichtigt, das die Störche auf einem abgestorbenen Baumstamm in luftiger Höhe von fast 20 m gebaut haben. Da wir bezweifeln, dass der instabile Bau den nächsten ausgewachsenen Herbst- oder Winterturm schadlos übersteht, planen wir, in der Nähe auf der Mimbacher Uferseite ein neues Nest mit stabiler Plattform zu errichten, das hoffentlich dann im nächsten Frühjahr nach Rückkehr der Störche aus ihrem Winterquartier bezogen wird.


Neuorganisation der
NABU-Gruppen im Landesverband Saarland

Januar 2020

Neuorganisation der NABU-Gruppen im Landesverband Saarland 2020

Am 06.01.2020 hat der NABU-Landesvorstand beschlossen, den vor über zehn Jahren eingeleiteten Prozess einer Neuorganisation der NABU-Gruppen im Saarland nun endgültig abzuschließen. Letztlich ging es dabei um eine Vereinheitlichung der Satzungen auf örtlicher Ebene und deren Vereinbarkeit mit den Satzungen der übergeordneten NABU-Gliederungen, was insbesondere vereins-, gemeinnützigkeits- und steuerrechtliche Vorgaben notwendig machten. Diese Maßnahme wurde erforderlich, um zukünftige innerverbandliche Risiken zu minimieren.

In diesem Zusammenhang wurden die NABU-Mitglieder der „alten“ Ortsgruppen Blickweiler (ehemalige NABU-Nummer 70019), Assweiler-Biesingen (ehemalige NABU-Nummer 70027) und Niederwürzbach (ehemalige NABU-Nummer 700063) automatisch der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Ortsgruppe Blieskastel e.V. (NABU-Nummer 70018) zugeordnet.

Selbstverständlich steht es wie bisher jedem NABU-Mitglied frei, sich gegebenenfalls auch einer anderen NABU-Gruppe zuordnen zu lassen. Ein Überblick über die saarländischen NABU-Gruppen samt Kontaktdaten ist über unsere Internet-Site einsehbar: https://nabu-saar.de/nabu-gruppen-vor-ort/

Weitere Einzelheiten siehe „Naturschutz im Saarland (NiS)“ Ausgabe 02/2020.


Bienen

Was hat ein Bienenvolk mit einem Frachtflughafen zu tun?

Frachtflughafen Honigbienenvolk

Ein Bienenvolk braucht zum (Über-) Leben 4 Produkte aus der Natur:

  • Nektar,
  • Pollen,
  • Wasser,
  • Propolis.

Im Sommer wird bei entsprechender Witterung auch gerne Honigtau, ein Abfallprodukt der
Blatt- und Tannenläuse, gesammelt. Alle diese natürlichen Rohstoffe gelangen per Luftfracht in den Bienenstock, weshalb man hier einen Vergleich zu einem Frachtflughafen machen kann.

Auf die Bedeutung der einzelnen Komponenten will ich an dieser Stelle nicht eingehen, sondern vielmehr die Beschaffung und Verarbeitung dieser Rohstoffe in den Vordergrund rücken. Dazu ist es zunächst wichtig, dass sich die Bienen einen Überblick verschaffen, was in ihrem Territorium passiert. Ein kleines Geschwader von Aufklärungsfliegern kontrolliert bei geeignetem Flugwetter im Umkreis von etwa 4.000 Meter um den Bienenstock das Terrain nach Blühpflanzen, scannt sozusagen die gesamte Fläche (ca. 50 km2) und gibt die gesammelten Informationen im Bienenstock an ihre Schwestern weiter.

Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Mit dieser Maxime hat die Honigbiene mehr als 50 Millionen Jahre Evolutionsgeschichte nicht nur überlebt, sondern auch immer weiter optimiert und verfeinert. Ziel der Honigbienen ist es, eine Trachtquelle frühzeitig auszubeuten, damit die Konkurrenz das Nachsehen hat.

Der Frachtflughafen Honigbienenvolk ist in die beiden Bereiche Bodenpersonal' und
Flugpersonal' gegliedert, wobei sich beide Bereiche im Eingangsbereich des Flughafens (Bienenbeute) überlappen. In diesem Bereich wird die von außen kommende Fracht an das Bodenpersonal zur weiteren Verarbeitung übergeben. Ist die Qualität und Quantität der Fracht sehr gut, versucht die heimkehrende Biene Stockgenossinnen zu „überreden", die Fundstelle ebenfalls anzufliegen. Mit einem Schwänzeltanz gibt sie Entfernung und Richtung der Trachtquelle an. Der ihr anhaftende Duft informiert zusätzlich über die Art der Pflanzen, was durch Verfütterung einer Nektarprobe aus ihrem Honigmagen unterstützt wird.
Findet die heimkehrende Biene in den ersten 20 .... 50 Sekunden keine Abnehmerin, wird sie sehr ungehalten und führt statt des Schwänzeltanzes einen Zittertanz auf, der mit Nachdruck zusätzliches Bodenpersonal aktivieren soll, um die einfliegenden Frachtmaschinen zu entladen. Das Ungleichgewicht zwischen fliegendem Personal und Bodenpersonalwird wird sukzessive egalisiert, die Wartezeiten der einfliegenden Bienen werden reduziert. Der Zittertanz ebbt ab.

Liegt die Wartezeit in einem Korridor von 20 .... 50 Sekunden, wird kein Tanz aufgeführt, alles
läuft optimal. Sinkt die Wartezeit unter 20 Sekunden, werden (wieder) mehr Sammlerinnen gebraucht und die heimkehrenden Bienen führen wieder verstärkt den Schwänzeltanz auf, damit die Trachtquelle ausgebeutet wird. Wir Saarländer haben dafür den bekannten Spruch:
Wenn'sBrei räänt, muss ma de Löffel drunner halle!“

Mit diesem Trick gelangt mehr Energie in das Nest der Honigbiene, als im Moment gebraucht wird. Das tut auch Not, denn das Volk braucht Vorräte für das vegetationsfreie Winterhalbjahr. Dieses Beispiel zeigt, wie die Kommunikation im „Superorganismus Bienenvolk“ zu einem evolutionstechnischen Vorteil geführt hat.
Noch komplexer wird der Fall in der Realität. Mit Aufnahme des Flugbetriebes steigen die Tagestemperaturen, was sich auch in der Bienenbeute bemerkbar macht: die Innentemperatur steigt an. Bienen bevorzugen eine Brutnesttemperatur von ca. +35°C. Steigt die Innentemperatur weiter an, müssen die Innendienstler kühlen, d.h. die warme Luft nach außen fächeln. Dieser Prozess wird unterstützt durch gleichzeitiges Auftragen eines dünnen Wasserfilms (Verdunstungskälte) und dazu braucht es mehr Bodenpersonal. Das hat zur Konsequenz, dass die Frachtflieger mit der Ladung „Pollen“ und „Nektar“ nicht mehr bevorzugt entladen werden, sondern die Flugzeuge, die „Wasser“ geladen haben. Sinkt der Temperaturpegel auf den gewünschten Level, werden wieder vermehrt Flugzeuge mit Pollen und Nektar abgefertigt. Die Bienen verstehen es dabei, die Innentemperatur in einer ganz engen Bandbreite konstant zu halten.

Das Zusammenspiel der vielen tausend Arbeiterinnen funktioniert reibungslos ...... und ganz ohne Chef. Die anwesende Königin im Zentrum des Nestes ist an diesem Prozess nicht beteiligt. Sie konzentriert sich ausschließlich auf die ihr zugewiesenen Aufgaben: Eier legen und damit den Fortbestand des Bienenvolkes sichern.

Quellennachweis:

  1. Thomas D. Seeley – Auf der Spur der wilden Bienen, S. Fischer Verlag, Frankfurt/M., 2017
  2. Martin Lindauer – Verständigung im Bienenstaat, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 1975
  3. Karl von Frisch - Aus dem Leben der Bienen. Springer, Berlin / Heidelberg / New York (9. Auflage 1977), ISBN 3-540-08212-3

Impressum:
Die Verwendung und Weitergabe des Inhaltes, ganz oder teilweise, ist nur mit Freigabe des Autors erlaubt.
Heinz Burgdörfer © Blieskastel, 15. März 2021, In der Au 17
66440 Blieskastel/Saar
(Telefon: 06842/1266)


Demokratie im Bienenschwarm - und was wir Menschen daraus lernen können

Von einem Blieskasteler NABU-Freund, Heinz Burgdörfer, einem langjährigen erfahrenen Hobby-Imker und Mitglied des hiesigen Imker-Vereins, der bei uns übrigens schon einmal einen spannenden Vortrag über die Honigbiene gehalten hat, haben wir einen Vortrag zum obigen Thema (pdf) erhalten.

Foto: Heinz Burgdörfer


Eulen-Wanderung 2019

Januar 2019

Bericht zur Eulenwanderung am 25.01.2019

Zu Beginn unserer Wanderung vermutete Martin Hirsch von der Wildtier-Auffangstation in Alschbach, dass wir an diesem Abend wahrscheinlich keinen Uhu hören werden, womit er leider Recht behielt. Denn am Vortag hatte es ein regelrechtes „Balzkonzert“ gegeben, was den Abschluss der jährlichen Hauptbalzzeit zwischen Januar und März bedeutet haben könnte.
Dabei rufen Männchen mit einer tieferen Stimme als Weibchen, allerdings sind die Weibchen größer und schwerer als Männchen. Die Flügelspannweite beträgt bei Weibchen ca. 170 cm, was bei einem lautlosen nächtlichen Überflug schon sehr gespenstisch wirken kann!
Diese größte Eulenart der Erde brütet seit einigen Jahren wieder regelmäßig in unserer Region.
Als Felsbrüter braucht sie Felswände, Steinbrüche, Ruinen, nutzt jedoch manchmal auch verlassene Horste von Mäusebussard oder Habicht. Seltener wird direkt am Boden gebrütet.
Auf seinen nächtlichen Beuteflügen muss ein Uhu seine Beute hören. So wurde festgestellt, dass er regelmäßig Rabenkrähen von deren Schlafbaum „pflückt“, sobald diese sich bewegen.

Diesen Erläuterungen lauschte interessiert ein auf dem Arm von Martin Hirsch sitzender blinder Waldkauz, der sein Augenlicht bei einem Verkehrsunfall verloren hatte und nun mit einer ministeriellen Sondergenehmigung seinen wohlbehüteten Alltag in einer Voliere verbringen darf.
Nachdem er sich ganz entspannt von einigen der  18 Teilnehmer noch eine Streicheleinheit abgeholt hatte, wanderte er mit uns durch den frostigen Wald hinauf zum Gollenstein, wo uns zwei brennende Schwedenfackeln als willkommene Wärme- und Lichtquelle empfingen.

Während wir mit heißem Apfelsaft und Gebäck verwöhnt wurden, zauberte Martin Hirsch aus den Transportkästen seines Kofferraumes zunächst eine hübsche Schleiereule hervor.
Mit ihren schwarzen Augen bestaunte sie aus dem weißen Gesichtsschleier heraus die Flammen des knisternden Feuers. Da Schleiereulen bei uns hauptsächlich auf die schwindenden Nistgelegenheiten in menschlichen Siedlungen angewiesen sind, wie Dachböden auf Bauerhöfen, Scheunen, Ställe oder auch Kirchen, nehmen ihre Brutchancen leider ständig ab.

Auch ein Steinkauz durfte noch mit seinen gelben Augen einen Blick auf die begeisterten Wanderer werfen. Diese kleine Eule erreicht nur knapp Amselgröße. Als Höhlenbrüter ist sie ebenso wie der Waldkauz auf alte Baumbestände angewiesen. Neben Gärten und Parks sind regelmäßig gemähte Obstwiesen mit der Möglichkeit zum Mäusefang wichtig zum Überleben.

Die bange Frage, ob sich denn die Eulen in dieser  Kälte wohlfühlen, konnte mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Sie fühlen sich eher bei hohen Temperaturen nicht wohl und suchen deshalb tagsüber kühle, schattige Ruheplätze.

Derart beruhigt wanderten alle wieder hinab in den Ort.
Als Abschluss wollte Martin Hirsch uns noch seinen zahmen Uhu Anton vorstellen. Dieser signalisierte ihm jedoch, dass er momentan die Gesellschaft seines brütenden Weibchens vorziehe.

Letztendlich hatten wir aber doch noch „saumäßiges“ Glück, denn Berta, das zahme, von Martin Hirsch großgezogene Wildschwein, unterbrach sogar ihre Nachtruhe im heimischen Gartengelände,  um ihre neugierigen Artgenossen – laut ihrem Herrchen fühlt sie sich nämlich auch als Mensch – wohlwollend anzuschnüffeln.
So verabschiedeten sich alle mit einem Lächeln , -vielleicht bis zum nächsten Mal!

Fotos und Text:  Christel Matitschka

 


Jahreshauptversammlung 2018

Februar 2018

Jahreshauptversammlung und Vortrag Bienen im Bliesgau

Einladung:

Der Vorstand des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Ortsgruppe Blieskastel e.V. lädt für Sonntag, 25. Februar 2018, zur Jahreshauptversammlung 2018 ein. In diesem Jahr finden auch Neuwahlen statt.

Beginn: 15:00 Uhr.
Ort: Turnerheim im Pferchtal in Lautzkirchen (oberhalb der Tennisplätze)

Ab 16:00 Uhr Vortrag über die Bienen im Bliesgau

Alle Mitglieder/Interessenten sind herzlich eingeladen.

Tagesordnung:
- Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
- Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
- Bericht der Fachwarte
- Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands und Neuwahl
- Verschiedenes, u.a. auch Stand unserer Aktion Mauersegler-Nistkästen

Als besonderer Programmpunkt wird von Herrn Heinz Burgdörfer, Lautzkirchen, Mitglied im Imker-Verein, ein Vortrag mit Bildprojektion zum Thema Bienen im Bliesgau gehalten, der gerade vor dem Hintergrund des gravierenden und äußerst bedenklichen Rückgangs der Insektenzahl brandaktuell ist. Unter anderem beleuchtet Heinz Burgdörfer ein ganzes Bienenjahr, zeigt Gefahren für die Bienen durch Einflüsse von außen auf und streift auch parallele Entwicklungen bei anderen Insekten wie Hummeln, Wespen und Hornissen. Nicht zuletzt wird auch der viel diskutierte Einfluss intensiver Landwirtschaft aufgezeigt.

 

Ergebnis der Versammlung:

Am 25. Januar fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung, diesmal mit Neuwahlen, statt. Die Einladung aller NABU-Mitglieder erfolgte gemäß Satzung rechtzeitig (mindestens 2 Wochen vorher) in den Blieskasteler Nachrichten, dem Wochenspiegel sowie der Saarbrücker Zeitung. 

Als Ergebnis der Wahlen bleibt festzuhalten, dass dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde. In unveränderter Besetzung erfolgte eine Neuwahl für weitere 2 Jahre:

1. Vorsitzender Klaus Franzl
2. Vorsitzender Markus Persch
Schriftführerin: Christel Matitschka
Kassen- und Pressewart: Hans Becker
Eulen/Vogelwart: Heinz Gebele
Beisitzer: Martin Hirsch, Martha Franzl und Evelyn Moschel

Der anschließende Vortrag des Gastreferenten Heinz Burgdörfer vom hiesigen Bienen-Zuchtverein gab einen sehr ausführlichen Einblick in das Leben der Honigbienen.


Brutkästen für Mauersegler

September 2017

Die NABU-Ortsgruppe Blieskastel sucht interessierte Bürger/Hausbesitzer, die bereit sind, Mauersegler-Brutkästen an ihrem Haus aufzuhängen.

Mauersegler sind windschnittige Vögel, die sehr schnell fliegen, sie sind Fluginsektenjäger und ziehen in den Sommermonaten wie kleine Kampfflugzeuge um die Häuser, um Unmengen von Fluginsekten wie zum Beispiel Stechmücken zu fangen. Erkennbar sind sie unter anderem an ihrem typischen „sri-sri“-Ruf. Im Gegensatz zu anderen Vögeln verschmutzen Mauersegler nicht das Umfeld ihres Brutkastens.

Bei Interesse wird zunächst um telefonische Kontaktaufnahme mit unserem 1. Vorsitzenden Klaus Franzl, Blieskastel, Tel. 06842/51584, gebeten, auch mit Email an info@nabu-blieskastel.de kann angefragt werden. Kasten und Befestigungsmaterial werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Unsere hiesige Feuerwehr wird gerne gemeinsam mit uns beim Aufhängen behilflich sein. Die Aufhäng-Aktion soll möglichst bis September über die Bühne gehen, bis dahin sind die Mauersegler bereits wieder unterwegs zu ihren Winterquartieren in Afrika.
Für weitere Informationen über den Mauersegler sei auch ein Besuch unserer Homepage Nabu-Blieskastel.de empfohlen, Rubrik „die häufigsten Gartenvögel auf einen Blick“.

Übrigens: Im Wohngebiet im Lautzkircher Perchtal hängen bereits Brutkästen für Mauersegler, die bewohnt sind. Weitere Informationen unter "Projekte".


Vogelstimmenwanderung 2017

Mai 2017 Vogelstimmenwanderung

Am 6. Mai, wie immer zu früher Stunde, fand unsere diesjährige Vogelstimmen-Wanderung statt, westlich und oberhalb der Gemeinde Medelsheim in einer traumhaft schönen Wald - und Wiesenumgebung und bei wiederum hervorragendem, wenn auch kalten Wetter. Letzteres störte die insgesamt 18 Teilnehmer sowie die zahlreichen Vögel, die unterwegs gehört und gesehen werden konnten, überhaupt nicht. Gesehen und gehört wurden insgesamt 54 (!) Vogelarten. Ornithologische Highlights waren: Steinkauz, Neuntöter, Feldschwirl, Braunkehlchen und Kuckuck.
Sehr schön und sogar mit Sichtkontakt präsentierten Gartenrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Baumpieper und Nachtigall ihren Gesang, auch der Feldschwirl, von dem die meisten Teilnehmer noch nie gehört hatten, sang sehr nah und deutlich. Und direkt am Parkplatz, also am Start, waren Gartenrotschwanz und Zilpzalp wunderbar zu hören. Unterwegs im Gelände, direkt am Jakobsweg, saß die Mönchsgrasmücke singend auf einem Baum, später auch die Gartengrasmücke und kurz davor auch die Klappergrasmücke. Auf einer Stromleitung konnte eine Baumpieper beim Gesang und Singflug beobachtet werden. Nicht unerwähnt bleiben sollen in diesem Zusammenhang 3 Nachtigallen, die an einem Teich gleichzeitig sangen.
Die Wanderung endete schließlich nach deutlich über 2 Stunden bei Kaffee und Kuchen. Noch eine Anmerkung zum Abschluss: Unsere Heimat ist traumhaft schön, auch ohne den künstlich geschaffenen Rahmen „Biosphärenregion “. Und dieser Zustand darf nach einhelliger Meinung nicht verändert werden, durch welche Maßnahmen auch immer. Die Fotos zeigen einen Überblick über das Gelände, durch das gewandert wurde.

Fotos: Hans Becker


Rückkehr der Rotmilane

Februar 2017

Am 19.02.2017 hielten sich im Grenzgebiet Bliesgau/Frankreich an verschiedenen Stellen mindestens 35 Rotmilane auf. Bemerkenswert war eine Ansammlung von 23 der schönen Greifvögel auf ihren vermutlichen Schlafbäumen in der Nähe der Kapelle bei Ormersviller.



Eine weitere Gruppe von 7 Rotmilanen ruhte auf zwei Einzelbäumen in der Nähe von Utweiler.



Einige dieser Vögel waren wahrscheinlich Durchzügler, jedoch wurden auch schon Einzelvögel in der Nähe bekannter Horststandorte gesichtet. In der nun einsetzenden Horstbesetzungsphase sind die Vögel sehr störungsempfindlich, Störungen aller Art müssen daher vermieden werden.

Fotos: Markus Persch



Das Foto zeigt einen Rotmilan, den Martin Hirsch im letzten Jahr in der Wildtierauffangstation hatte und der inzwischen wieder geheilt entlassen werden konnte.
(Foto: Martin Hirsch)


Eulen-Wanderung 2017

Januar 2017

Am Freitag, dem 6. Januar 2017, fand programmgemäß die Eulen-Wanderung unseres Vereins statt - bei klirrender Kälte und unter sehr schönem Sternenhimmel. Angenehm überrascht hat die Teilnehmerzahl: 17 Naturfreunde plus 1 Hund. 

Die Strecke ging von Alschbach aus durch den Wald steil hoch zum Gollenstein. Dort, in winterlicher Umgebung, bei hellem Mondschein und guter Fernsicht, wurde den Teilnehmern von unserem Vereinsmitglied Martin Hirsch, Falkner und Leiter der Tier-Auffangstation des Saarlandes, warmer Apfelsaft gereicht. Als lebendige Anschauungsobjekte hatte Martin einen Uhu und einen Waldkauz dabei. Außerdem hatte er in einem einfachen, zweckmäßigen Ofen ein Holzfeuer angezündet, das sehr gut wärmte. Trotzdem ging die Kälte natürlich noch durch und durch. 



Anschließend ging es über eine andere steile und verschneite Strecke wieder ins Tal nach Alschbach.

Ach so, die Eulen: Leider war keine Einzige zu hören geschweige denn zu sehen. So etwas kann einem natürlich in der freien Natur immer passieren. Dies hat aber nichts daran geändert, dass die Teilnehmer eine sehr schöne Tour erlebt haben. 




Fotos: Hans Becker


NABU Sommerfest 2016


Bin ich Vogel oder Mensch?


Das ist für den handzahmen Wüstenbussard des Betreibers der Wildtier-Auffangstation Martin Hirsch in Alschbach gar keine Frage. Der bereits als Jungtier auf ihn geprägte Vogel hat seinen Betreuer als Lebenspartner auserkoren und hält sich somit selbst wahrscheinlich für einen Menschen. Verliebt und eifersüchtig verteidigt er sogar seinen Anspruch gegen alle vermeintlichen Konkurrenten.



Dies und viele andere Informationen konnte man beim Sommerfest der NABU- Ortsgruppe Blieskastel am 24. Juli 2016 erfahren.  Nach dem Frühschoppen im Freien lauschten die Festbesucher im Turnerheim Lautzkirchen einem interessanten Diavortrag der Expertin Marion Geib über heimische Greifvögel.

Inzwischen waren auch die Schwenker gar und als alle Gäste gesättigt waren, gab es bei Kaffee und Kuchen noch die besonders  von den Kindern mit Spannung erwartete Präsentation der zahmen Greifvögel von Martin Hirsch. Dabei der besagte verliebte Wüstenbussard, ein Waldkauz, eine hübsche  Schleiereule und Uhu Anton, dessen große orangefarbenen Augen alle faszinierten. Besondere Attraktion war zwischendurch die Fütterung von zwei erst am Morgen zur Wildtierstation gebrachten Singvögelchen, die noch nicht flügge waren. Sie rissen alle zwei Stunden die Schnäbel weit auf, um Mehlwürmer und Spezialfutter in unglaublichen Mengen zu verschlingen. Erst am Abend verließen die letzten Besucher das gelungene Fest im Lautzkircher Wald.

C. Matitschka

 


NABU Sommerfest 2012


Aufnahmen von unserer Pilzwanderung anlässlich unseres Sommerfestes 2012. Die Aufnahmen wurden in unmittelbarer Umgebung des Veranstaltungsareals Turnerheim Lautzkirchen im Pferchtal gemacht. 



   

Fotos: Gerhard Matitschka


NABU OG Blieskastel e.V.
Letzte Änderung: 13.06.2021