Home
Ortsgruppe
Programm
Projekte
Presse
Links
Impressum/Kontakt

Eulen-Wanderung 2019

Januar 2019

Bericht zur Eulenwanderung am 25.01.2019

Zu Beginn unserer Wanderung vermutete Martin Hirsch von der Wildtier-Auffangstation in Alschbach, dass wir an diesem Abend wahrscheinlich keinen Uhu hören werden, womit er leider Recht behielt. Denn am Vortag hatte es ein regelrechtes „Balzkonzert“ gegeben, was den Abschluss der jährlichen Hauptbalzzeit zwischen Januar und März bedeutet haben könnte.
Dabei rufen Männchen mit einer tieferen Stimme als Weibchen, allerdings sind die Weibchen größer und schwerer als Männchen. Die Flügelspannweite beträgt bei Weibchen ca. 170 cm, was bei einem lautlosen nächtlichen Überflug schon sehr gespenstisch wirken kann!
Diese größte Eulenart der Erde brütet seit einigen Jahren wieder regelmäßig in unserer Region.
Als Felsbrüter braucht sie Felswände, Steinbrüche, Ruinen, nutzt jedoch manchmal auch verlassene Horste von Mäusebussard oder Habicht. Seltener wird direkt am Boden gebrütet.
Auf seinen nächtlichen Beuteflügen muss ein Uhu seine Beute hören. So wurde festgestellt, dass er regelmäßig Rabenkrähen von deren Schlafbaum „pflückt“, sobald diese sich bewegen.

Diesen Erläuterungen lauschte interessiert ein auf dem Arm von Martin Hirsch sitzender blinder Waldkauz, der sein Augenlicht bei einem Verkehrsunfall verloren hatte und nun mit einer ministeriellen Sondergenehmigung seinen wohlbehüteten Alltag in einer Voliere verbringen darf.
Nachdem er sich ganz entspannt von einigen der  18 Teilnehmer noch eine Streicheleinheit abgeholt hatte, wanderte er mit uns durch den frostigen Wald hinauf zum Gollenstein, wo uns zwei brennende Schwedenfackeln als willkommene Wärme- und Lichtquelle empfingen.

Während wir mit heißem Apfelsaft und Gebäck verwöhnt wurden, zauberte Martin Hirsch aus den Transportkästen seines Kofferraumes zunächst eine hübsche Schleiereule hervor.
Mit ihren schwarzen Augen bestaunte sie aus dem weißen Gesichtsschleier heraus die Flammen des knisternden Feuers. Da Schleiereulen bei uns hauptsächlich auf die schwindenden Nistgelegenheiten in menschlichen Siedlungen angewiesen sind, wie Dachböden auf Bauerhöfen, Scheunen, Ställe oder auch Kirchen, nehmen ihre Brutchancen leider ständig ab.

Auch ein Steinkauz durfte noch mit seinen gelben Augen einen Blick auf die begeisterten Wanderer werfen. Diese kleine Eule erreicht nur knapp Amselgröße. Als Höhlenbrüter ist sie ebenso wie der Waldkauz auf alte Baumbestände angewiesen. Neben Gärten und Parks sind regelmäßig gemähte Obstwiesen mit der Möglichkeit zum Mäusefang wichtig zum Überleben.

Die bange Frage, ob sich denn die Eulen in dieser  Kälte wohlfühlen, konnte mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Sie fühlen sich eher bei hohen Temperaturen nicht wohl und suchen deshalb tagsüber kühle, schattige Ruheplätze.

Derart beruhigt wanderten alle wieder hinab in den Ort.
Als Abschluss wollte Martin Hirsch uns noch seinen zahmen Uhu Anton vorstellen. Dieser signalisierte ihm jedoch, dass er momentan die Gesellschaft seines brütenden Weibchens vorziehe.

Letztendlich hatten wir aber doch noch „saumäßiges“ Glück, denn Berta, das zahme, von Martin Hirsch großgezogene Wildschwein, unterbrach sogar ihre Nachtruhe im heimischen Gartengelände,  um ihre neugierigen Artgenossen – laut ihrem Herrchen fühlt sie sich nämlich auch als Mensch – wohlwollend anzuschnüffeln.
So verabschiedeten sich alle mit einem Lächeln , -vielleicht bis zum nächsten Mal!

Fotos und Text:  Christel Matitschka

 


Jahreshauptversammlung 2018

Februar 2018

Jahreshauptversammlung und Vortrag Bienen im Bliesgau

Einladung:

Der Vorstand des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Ortsgruppe Blieskastel e.V. lädt für Sonntag, 25. Februar 2018, zur Jahreshauptversammlung 2018 ein. In diesem Jahr finden auch Neuwahlen statt.

Beginn: 15:00 Uhr.
Ort: Turnerheim im Pferchtal in Lautzkirchen (oberhalb der Tennisplätze)

Ab 16:00 Uhr Vortrag über die Bienen im Bliesgau

Alle Mitglieder/Interessenten sind herzlich eingeladen.

Tagesordnung:
- Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
- Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer
- Bericht der Fachwarte
- Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands und Neuwahl
- Verschiedenes, u.a. auch Stand unserer Aktion Mauersegler-Nistkästen

Als besonderer Programmpunkt wird von Herrn Heinz Burgdörfer, Lautzkirchen, Mitglied im Imker-Verein, ein Vortrag mit Bildprojektion zum Thema Bienen im Bliesgau gehalten, der gerade vor dem Hintergrund des gravierenden und äußerst bedenklichen Rückgangs der Insektenzahl brandaktuell ist. Unter anderem beleuchtet Heinz Burgdörfer ein ganzes Bienenjahr, zeigt Gefahren für die Bienen durch Einflüsse von außen auf und streift auch parallele Entwicklungen bei anderen Insekten wie Hummeln, Wespen und Hornissen. Nicht zuletzt wird auch der viel diskutierte Einfluss intensiver Landwirtschaft aufgezeigt.

 

Ergebnis der Versammlung:

Am 25. Januar fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung, diesmal mit Neuwahlen, statt. Die Einladung aller NABU-Mitglieder erfolgte gemäß Satzung rechtzeitig (mindestens 2 Wochen vorher) in den Blieskasteler Nachrichten, dem Wochenspiegel sowie der Saarbrücker Zeitung. 

Als Ergebnis der Wahlen bleibt festzuhalten, dass dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde. In unveränderter Besetzung erfolgte eine Neuwahl für weitere 2 Jahre:

1. Vorsitzender Klaus Franzl
2. Vorsitzender Markus Persch
Schriftführerin: Christel Matitschka
Kassen- und Pressewart: Hans Becker
Eulen/Vogelwart: Heinz Gebele
Beisitzer: Martin Hirsch, Martha Franzl und Evelyn Moschel

Der anschließende Vortrag des Gastreferenten Heinz Burgdörfer vom hiesigen Bienen-Zuchtverein gab einen sehr ausführlichen Einblick in das Leben der Honigbienen.


Brutkästen für Mauersegler

September 2017

Die NABU-Ortsgruppe Blieskastel sucht interessierte Bürger/Hausbesitzer, die bereit sind, Mauersegler-Brutkästen an ihrem Haus aufzuhängen.

Mauersegler sind windschnittige Vögel, die sehr schnell fliegen, sie sind Fluginsektenjäger und ziehen in den Sommermonaten wie kleine Kampfflugzeuge um die Häuser, um Unmengen von Fluginsekten wie zum Beispiel Stechmücken zu fangen. Erkennbar sind sie unter anderem an ihrem typischen „sri-sri“-Ruf. Im Gegensatz zu anderen Vögeln verschmutzen Mauersegler nicht das Umfeld ihres Brutkastens.

Bei Interesse wird zunächst um telefonische Kontaktaufnahme mit unserem 1. Vorsitzenden Klaus Franzl, Blieskastel, Tel. 06842/51584, gebeten, auch mit Email an info@nabu-blieskastel.de kann angefragt werden. Kasten und Befestigungsmaterial werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Unsere hiesige Feuerwehr wird gerne gemeinsam mit uns beim Aufhängen behilflich sein. Die Aufhäng-Aktion soll möglichst bis September über die Bühne gehen, bis dahin sind die Mauersegler bereits wieder unterwegs zu ihren Winterquartieren in Afrika.
Für weitere Informationen über den Mauersegler sei auch ein Besuch unserer Homepage Nabu-Blieskastel.de empfohlen, Rubrik „die häufigsten Gartenvögel auf einen Blick“.

Übrigens: Im Wohngebiet im Lautzkircher Perchtal hängen bereits Brutkästen für Mauersegler, die bewohnt sind. Weitere Informationen unter "Projekte".


Vogelstimmenwanderung 2017

Mai 2017 Vogelstimmenwanderung

Am 6. Mai, wie immer zu früher Stunde, fand unsere diesjährige Vogelstimmen-Wanderung statt, westlich und oberhalb der Gemeinde Medelsheim in einer traumhaft schönen Wald - und Wiesenumgebung und bei wiederum hervorragendem, wenn auch kalten Wetter. Letzteres störte die insgesamt 18 Teilnehmer sowie die zahlreichen Vögel, die unterwegs gehört und gesehen werden konnten, überhaupt nicht. Gesehen und gehört wurden insgesamt 54 (!) Vogelarten. Ornithologische Highlights waren: Steinkauz, Neuntöter, Feldschwirl, Braunkehlchen und Kuckuck.
Sehr schön und sogar mit Sichtkontakt präsentierten Gartenrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Baumpieper und Nachtigall ihren Gesang, auch der Feldschwirl, von dem die meisten Teilnehmer noch nie gehört hatten, sang sehr nah und deutlich. Und direkt am Parkplatz, also am Start, waren Gartenrotschwanz und Zilpzalp wunderbar zu hören. Unterwegs im Gelände, direkt am Jakobsweg, saß die Mönchsgrasmücke singend auf einem Baum, später auch die Gartengrasmücke und kurz davor auch die Klappergrasmücke. Auf einer Stromleitung konnte eine Baumpieper beim Gesang und Singflug beobachtet werden. Nicht unerwähnt bleiben sollen in diesem Zusammenhang 3 Nachtigallen, die an einem Teich gleichzeitig sangen.
Die Wanderung endete schließlich nach deutlich über 2 Stunden bei Kaffee und Kuchen. Noch eine Anmerkung zum Abschluss: Unsere Heimat ist traumhaft schön, auch ohne den künstlich geschaffenen Rahmen „Biosphärenregion “. Und dieser Zustand darf nach einhelliger Meinung nicht verändert werden, durch welche Maßnahmen auch immer. Die Fotos zeigen einen Überblick über das Gelände, durch das gewandert wurde.

Fotos: Hans Becker


Rückkehr der Rotmilane

Februar 2017

Am 19.02.2017 hielten sich im Grenzgebiet Bliesgau/Frankreich an verschiedenen Stellen mindestens 35 Rotmilane auf. Bemerkenswert war eine Ansammlung von 23 der schönen Greifvögel auf ihren vermutlichen Schlafbäumen in der Nähe der Kapelle bei Ormersviller.



Eine weitere Gruppe von 7 Rotmilanen ruhte auf zwei Einzelbäumen in der Nähe von Utweiler.



Einige dieser Vögel waren wahrscheinlich Durchzügler, jedoch wurden auch schon Einzelvögel in der Nähe bekannter Horststandorte gesichtet. In der nun einsetzenden Horstbesetzungsphase sind die Vögel sehr störungsempfindlich, Störungen aller Art müssen daher vermieden werden.

Fotos: Markus Persch



Das Foto zeigt einen Rotmilan, den Martin Hirsch im letzten Jahr in der Wildtierauffangstation hatte und der inzwischen wieder geheilt entlassen werden konnte.
(Foto: Martin Hirsch)


Eulen-Wanderung 2017

Januar 2017

Am Freitag, dem 6. Januar 2017, fand programmgemäß die Eulen-Wanderung unseres Vereins statt - bei klirrender Kälte und unter sehr schönem Sternenhimmel. Angenehm überrascht hat die Teilnehmerzahl: 17 Naturfreunde plus 1 Hund. 

Die Strecke ging von Alschbach aus durch den Wald steil hoch zum Gollenstein. Dort, in winterlicher Umgebung, bei hellem Mondschein und guter Fernsicht, wurde den Teilnehmern von unserem Vereinsmitglied Martin Hirsch, Falkner und Leiter der Tier-Auffangstation des Saarlandes, warmer Apfelsaft gereicht. Als lebendige Anschauungsobjekte hatte Martin einen Uhu und einen Waldkauz dabei. Außerdem hatte er in einem einfachen, zweckmäßigen Ofen ein Holzfeuer angezündet, das sehr gut wärmte. Trotzdem ging die Kälte natürlich noch durch und durch. 



Anschließend ging es über eine andere steile und verschneite Strecke wieder ins Tal nach Alschbach.

Ach so, die Eulen: Leider war keine Einzige zu hören geschweige denn zu sehen. So etwas kann einem natürlich in der freien Natur immer passieren. Dies hat aber nichts daran geändert, dass die Teilnehmer eine sehr schöne Tour erlebt haben. 




Fotos: Hans Becker


NABU Sommerfest 2016


Bin ich Vogel oder Mensch?


Das ist für den handzahmen Wüstenbussard des Betreibers der Wildtier-Auffangstation Martin Hirsch in Alschbach gar keine Frage. Der bereits als Jungtier auf ihn geprägte Vogel hat seinen Betreuer als Lebenspartner auserkoren und hält sich somit selbst wahrscheinlich für einen Menschen. Verliebt und eifersüchtig verteidigt er sogar seinen Anspruch gegen alle vermeintlichen Konkurrenten.



Dies und viele andere Informationen konnte man beim Sommerfest der NABU- Ortsgruppe Blieskastel am 24. Juli 2016 erfahren.  Nach dem Frühschoppen im Freien lauschten die Festbesucher im Turnerheim Lautzkirchen einem interessanten Diavortrag der Expertin Marion Geib über heimische Greifvögel.

Inzwischen waren auch die Schwenker gar und als alle Gäste gesättigt waren, gab es bei Kaffee und Kuchen noch die besonders  von den Kindern mit Spannung erwartete Präsentation der zahmen Greifvögel von Martin Hirsch. Dabei der besagte verliebte Wüstenbussard, ein Waldkauz, eine hübsche  Schleiereule und Uhu Anton, dessen große orangefarbenen Augen alle faszinierten. Besondere Attraktion war zwischendurch die Fütterung von zwei erst am Morgen zur Wildtierstation gebrachten Singvögelchen, die noch nicht flügge waren. Sie rissen alle zwei Stunden die Schnäbel weit auf, um Mehlwürmer und Spezialfutter in unglaublichen Mengen zu verschlingen. Erst am Abend verließen die letzten Besucher das gelungene Fest im Lautzkircher Wald.

C. Matitschka

 


NABU Sommerfest 2012


Aufnahmen von unserer Pilzwanderung anlässlich unseres Sommerfestes 2012. Die Aufnahmen wurden in unmittelbarer Umgebung des Veranstaltungsareals Turnerheim Lautzkirchen im Pferchtal gemacht. 



   

Fotos: Gerhard Matitschka


NABU OG Blieskastel e.V.
 ¦  Klaus Franzl ¦ Zur Kurklinik 1 ¦  66440 Blieskastel ¦ 0175 6349 609
 
Letzte Änderung: 30.01.2019